Eine Untersuchung aus der letzten Zeit zeigt, dass Veolia in „neue“ israelische Projekte in den besetzten Gebieten der Westbank involviert ist. Veolia Water Israel leistet der illegalen Siedlung von Modiin Illit Dienste und Veolia Transportation Israel arbeitet im Ganzen mit sieben – statt vier - Buslinien, die durch das palästinensische Land fahren.
Who Profits? (Wer profitiert davon?) – ein Forschungsprojekt der Israelischen Koalition der Frauen für Frieden – entdeckte Beweise von Veolias Beteiligung an Israels „neuen“ Besatzungsprojekten, indem sie die Internetseiten des Unternehmens, offizielle israelische Internetseiten und die finanziellen Berichte durchsuchten.
Auf seiner Internetseite schreibt
Veolia Water Israel, dass seine
Ayalon Sewage Treatment Plant behandeltes Abwasser an mehrere Gemeinden liefert, einschließlich der israelischen Siedlung von Modiin Illit. Die illegale Modiin Illit-Siedlung liegt zwischen Jerusalem und Tel
Aviv in der besetzten Westbank. Veolia Water Israel ist eine Tochtergesellschaft von Veolia Environment nach „Who Profits?“
Veolia betreibt drei andere Buslinien, die durch die Westbank laufen.
Im letzten August ( 2011)
berichtete ich, dass
Veolia in den USA
die Information verbreitete, dass es keine anderen Buslinien in der Westbank betreibt, außer den Buslinien 209 und 110. Doch Who profits? fand heraus, dass Veolia noch zwei andere Busse im Einsatz zu illegalen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) betreibt. Bus 7 fährt von Modiin in die Siedlungen von Hashmonaim und Kfar Ha’ Oranim. Veolia betreibt auch den Bus 19, der zwischen Modiin und der Siedlung von Mevo Horon fährt.
Kürzliche Untersuchungen von
Who Profits? ergaben, dass
Veolia drei Buslinien zwischen Bnei Brak und Jerusalem fährt, also durch die OPT mit Haltestellen, die den Siedlern dienen. Ende November 2011 gewann
Veolia einen Arbeitsvertrag, um den Busdienst für die ultra-orthodoxe Haredim -Gemeinschaft zu übernehmen.
Who profits? schrieb in einem
Dokument das am 25. Dezember verteilt wurde (Die Bushaltestellen in den OPT sind auf der Internetside auf dem Link jeder Buslinie):
Buslinie 422 fährt durch die OPT über die Mahane Ofer-Kreuzung, über die Givat Zeev-Kreuzung, Sderot Golda Meir, Shefa Haim und Ohel Jehoshua in Jerusalem.
Buslinie 425 fährt durch die OPT durch die Mahane Ofer-Kreuzung, durch die Givt Zeev-Kreuzung, Sderot Golda Meir und Sderot Vaitzman, Jerusalem.
Buslinie 427 fährt durch die OPT durch die Harel-Kreuzung und Sderot Vaitzman, Jerusalem.
Veolia erwähnt den Busdienst auf seiner Internetseite auf Hebräisch: Buslinie 422, 425, 427.
Indem Veolia diesen Busdienst ausführt, ist Veolia direkt an der Aufrechterhaltung der illegalen Siedlungen beteiligt.
Jerusalemer Straßenbahn
Das Jerusalemer Straßenbahn-Projekt ist von den israelischen Behörden dafür bestimmt, den Bedürfnissen der Siedler in den OPT zu dienen. Die Straßenbahn sorgt für eine schnelle Verbindung mit West-Jerusalem. Doch sind die israelischen Siedlungen in den OPT und im annektierten Ost-Jerusalem nach dem internationalen Gesetz illegal. Der Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention besagt: „Die Besatzungsmacht darf keine eigene zivile Bevölkerung in die von ihm besetzten Gebiete transferieren.“
Unterdessen erschien die Straßenbahn als ein Verkaufsanreiz in einer Israelischen Landfond-Anzeige für ein Bauprojekt im palästinensischen Beit Hanina, im besetzten Ost-Jerusalem. „ Das Grundstück liegt an der Schnellstraße 60 in der Nähe der Straßenbahn, mit der man dann nur 17 Minuten zum Stadtzentrum benötigt.“ Das Inserat unterstreicht die Bedeutung der Straßenbahn für die Kolonisierung der Westbank.
Der
Israelische Landfond (
Israel Land Fund) verkauft besetztes Land in der Westbank und auf den Golanhöhen, um „jedem Juden, ungeachtet der Lage/ des Standortes, die Möglichkeit zu geben, ein Stück Land zu erwerben. Haus um Haus, Grundstück um Grundstück sichert der
Israelische Landfond ab, dass das
Land von Israel in den Händen des jüdischen Volkes für immer bleibt.“( Betonung durch AN)

Die globale
Derail Veolia und Alstom-Kampagne ruft auf zum Boykott und
Deinvestition von Veolia wegen seiner Komplizenschaft an Israels Verletzungen des Völkerrechts. Veolia hat Kontrakte mit den israelischen Behörden abgeschlossen, die sich auf die Durchführung von Jerusalems Straßenbahn, die Abfallbeseitigung in
der Tovlan-Mülldeponie im Jordantal, die Durchführung des israelischen Busverkehrs durch die Westbank und die Behandlung von Abwässern der Siedlung Modiin Illit. Die
Derail Veolia und
Alstom-Kampagne will die beiden Unternehmen solange unter Druck halten, bis sie nicht mehr von der israelischen Kolonisierung und Besatzung Palästinas profitieren.