TLAXCALA تلاكسكالا Τλαξκάλα Тлакскала la red internacional de traductores por la diversidad lingüística le réseau international des traducteurs pour la diversité linguistique the international network of translators for linguistic diversity الشبكة العالمية للمترجمين من اجل التنويع اللغوي das internationale Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt a rede internacional de tradutores pela diversidade linguística la rete internazionale di traduttori per la diversità linguistica la xarxa internacional dels traductors per a la diversitat lingüística översättarnas internationella nätverk för språklig mångfald شبکه بین المللی مترجمین خواهان حفظ تنوع گویش το διεθνής δίκτυο των μεταφραστών για τη γλωσσική ποικιλία международная сеть переводчиков языкового разнообразия Aẓeḍḍa n yemsuqqlen i lmend n uṭṭuqqet n yilsawen dilsel çeşitlilik için uluslararası çevirmen ağı

 28/11/2020 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 CULTURE & COMMUNICATION 
CULTURE & COMMUNICATION / Westliche Gesellschaften: Integration von Einwanderern und Recht auf freie Meinungsäußerung
Date of publication at Tlaxcala: 30/10/2020
Original: جوامع غربی
!ادغام مهاجرین و حق آزادی بیان

Translations available: English 

Westliche Gesellschaften: Integration von Einwanderern und Recht auf freie Meinungsäußerung

Mostafa Ghahremani مصطفی قهرمانی

 

Eine Anklage gegen eine verfehle Politik der Assimilation

Der brutale Mord an Samuel Paty, einem Geschichtslehrer in einer Schule am Stadtrand von Paris durch einen „radikalen Islamisten“, löste nicht nur in Europa, sondern weltweit eine Welle der Wut und des Hasses aus. Diese Aktion ist unentschuldbar, aber selbst ein Zeichen für ein komplexes und vielschichtiges Pathologie der westlichen Gesellschaften.

Das Problem dieser Gesellschaften – ihre Unfähigkeit, Migranten der zweiten und dritten Generation zu integrieren – ist auf ihre Dichotomie und Unehrlichkeit in ihren vorgestellten Ansichten, Reden und Ihren Handlungen zurückzuführen und nicht nur alleine in ihrer desaströsen imperialistischen Außenpolitik im Nahen und Mittleren Osten. Wie der Zionismus des 19. Jahrhunderts ist der extreme Islamismus unserer Zeit das Ergebnis diskriminierender und ungleicher sozialer Bedingungen für Nichtchristen in Europa.

Nicht-Christliche und meist muslimische Einwanderer, insbesondere in der zweiten und dritten Generation, können als eine andere Art von „Verdammten dieser Erde“ (Frantz Fanon) interpretiert werden, die diese Gemeinschaften einerseits aufgrund ihrer Geburt in diesen Ländern gut kennen, und andererseits aufgrund ihrer direkten und unmittelbaren Begegnungen mit Ungerechtigkeiten und nackten Ungleichheiten der Trostköder für die Radikalisierung durch Schlangenfänger sind, die selbst manchmal mit Beschwichtigungen Gehilfen westlicher Geheimdienste und ihrer Verbündeten im Nahen Osten werden. Vergessen wir nicht, dass das „demokratische“ und angeblich so „tolerante Frankreich, das Land von Voltaire und Rousseau war und ist immer noch in den libyschen und syrischen Konflikten eine Seite der Gleichung ist. Diese Dichotomie und Heuchelei können nicht mehr in das goldene Papier des Rechts auf freie Meinungsäußerung verpackt werden. Zumindest für Einwanderer der zweiten und dritten Generation hat „diese Henna keine Farbe mehr“.

Machen wir uns nichts vor, diese Menschen und die öffentliche Meinung sind nicht dumm. Das ist eine andere Gesellschaft, nicht die von Sartre, de Beauvoir, Russell und Chomsky.

Regierungen der westlichen Metropolen versuchen nicht, diese neuen Bürger zu integrieren. Das Ziel ist nicht der Erhalt der Vielfalt und Integration und nebeneinander und gar ein gegenseitiges Befruchten der verschiedenen Kulturen und Religionen, sondern nur, eine „Assimilation“ um jeden Preis auf der Basis der Grundwerte der sog. „Leitkultur“ des jeweiligen Gastlandes. Dies ist natürlich nur mit dem kompletten Aufgeben der eigenen „Identität“ zu bewerkstelligen. Das Produkt sind seelenlose Kreaturen, die weder einen Platz in der Gastgemeinde haben, noch in der Gesellschaft, aus der ihre Eltern stammten.

„Migranten“ heute in Paris, Marseille und Lille... sind keine Gäste mehr, die gekommen sind, um zu gehen. Sie gehören zu Frankreich, wie „Baguette“ und „Bordeaux“. Frankreich ist ihre Heimat. Aber dieses Vaterland nimmt sie auch nicht gerne in diesem Haus auf, und weigert sich, das Sorgerecht für ihre ungewollten Kinder zu übernehmen. Bestenfalls wurden sie als Bürger zweiter Klasse toleriert, die „Sansculottes“ unserer Zeit.

Frankreich und Europa im Allgemeinen müssen jedoch diese ihre Kinder akzeptieren, ihre religiösen und kulturellen Überzeugungen und die ihrer Eltern nicht verspotten. Sie sollen Schuldzuweisungen vermeiden und die Verantwortung für ihre verfehlte Politik in der Erziehung und Integration dieser Kinder und Neubürger übernehmen. Sie sollen den Mut aufbringen, neue Wege für den Fortschritt und Wohlstand ihrer Länder auszuprobieren

Mit einem „Weiter so“ auf dem Pfad der gescheiterten Politik der „Assimilation“ wären aber Wiederholungen solcher unglücklichen Ereignisse mit Sicherheit nicht zu vermeiden.


 





Courtesy of Tlaxcala
Source: https://www.nedayeazadi.net/1399/08/33582
Publication date of original article: 28/10/2020
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=29958

 

Tags: Süßes FrankreichAssimilationIntegrationLeitkulturSansculottesSamuel Paty
 

 
Print this page
Print this page
Send this page
Send this page


 All Tlaxcala pages are protected under Copyleft.