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 11/12/2018 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 UNIVERSAL ISSUES 
UNIVERSAL ISSUES / Das Trugbild des Paradieses im Abendland
Date of publication at Tlaxcala: 21/10/2018
Original: رؤیای بهشت فرنگستان

Das Trugbild des Paradieses im Abendland

Hamid Beheschti حميد بهشتي

 

Einer der hauptsächlichen  Beweggründe derer, die aus anderen Teilen der Welt nach Europa und USA angezogen werden, ist die Illusion über das Leben in den Zielländern.

Theodor Michael

„Es war das Ziel aller jungen Kameruner, insbesondere aus den aristokratischen Familien, unter allen Umständen nach Europa zu gelangen, um teilzuhaben an Kenntnissen, Fortschritt und Reichtum dieses Kontinents. Mein Vater gehörte zu diesen aufbruchsbereiten jungen Männern, die weg wollten aus der Enge der Stammesgesellschaft, aus der Bevormundung einer Kolonialverwaltung, aus Lebensverhältnissen, die so völlig anders waren als diejenigen, die die Repräsentanten von Kamerun ihren Familien begeistert beschrieben hatten, als sie von der Ersten Kolonialausstellung 1894 in Berlin nach Hause zurückgekehrt waren. Europa bzw. Deutschland erschienen wie das Gelobte Land. Wer es jedoch tatsächlich schaffte, nach Deutschland zu kommen, sah sich mit Umständen und Erfahrungen konfrontiert, die nichts mit paradiesischen Zuständen zu tun hatten. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“

Aus „Deutsch sein und schwarz dazu, Erinnerungen eines Afro-Deutschen“ von Theodor Michael, S. 15

Illusionäre  Vorstellungen von Flüchtlingen

Einer der hauptsächlichen  Beweggründe derer, die aus anderen Teilen der Welt nach Europa und USA angezogen werden, ist die Illusion über das Leben in den Zielländern. Man achtet nicht auf die schwierigen Lebensbedingungen, weshalb Menschen auch in diesen Regionen zusammenbrechen. Man redet nicht darüber, wie Armut und Arbeitslosigkeit in Europa selbst für Einheimische immer mehr das Leben erschweren. Niemand sagt den Geflüchteten, wie sich tagtäglich die Wellen der Ablehnung gegen sie verstärken. Es traut sich außerdem keiner der Erschöpften und Enttäuschten unter ihnen zuzugeben, wie sehr sie gegen ihren eigenen Niedergang kämpfen müssen. Dazu kommt die kulturelle Diskrepanz, die sie in unvorstellbare Krisen treibt. Und keiner redet offen darüber.

Abgesehen von der gegenwärtigen Atmosphäre in Europa, besonders in osteuropäischen Staaten, stellen manche in Deutschland folgende Fragen:

War es nicht so, dass wir nach dem zweiten Weltkrieg, als wir uns in einer sehr schweren Lage befanden und uns alles Lebensnotwendige fehlte, mit ständiger Anstrengung unser Land wieder aufgebaut haben? Weshalb bleiben denn die Flüchtlinge nicht in ihren eigenen Ländern und versuchen, ihre Heimatländer aufzubauen?

Das Problem besteht jedoch u.a. darin, dass sie mit der Illusion leben, im Westen warte ein schönes und gemütliches Leben auf sie, an dem sie teilhaben könnten. Deshalb verlassen viele ihre Heimat und machen sich auf dem Weg nach Europa.

Das schwere Leben und die Armut in Deutschland

Um dieses illusionäre Bild zurecht zu rücken, hier zwei Berichte über die Arbeitslosigkeit und die Armut vieler Deutscher, die angeblich in Reichtum und Wohlstand leben.

 1 - Bericht über unzumutbare Arbeitsbedingungen von über 500.000 Paketzustellern der DHL, deren Einkommen so gering ist, dass sie sich davon keine eigene Wohnung leisten können, weshalb sie in dem Transporter schlafen müssen und alleine gerade so über die Runden kommen. (ZDF-Zoom, 17. Oktober 2018)

 

 

 2 - Bericht über die nationale Armutskonferenz in den Tagesthemen vom 17. Oktober 2018. Über 16% aller Deutschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Ihre Anzahl hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt.

 

 

 

 

 

 

 

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Source: http://tlaxcala-int.org/article.asp?reference=24384&enligne=aff
Publication date of original article: 21/10/2018
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=24393

 

Tags: geflüchteteAbendlandDeutschland
 

 
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