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 19/09/2018 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 LAND OF PALESTINE 
LAND OF PALESTINE / Wir sehen Hoffnung in ihren Augen
Date of publication at Tlaxcala: 26/02/2018
Original: We see hope in their eyes

Wir sehen Hoffnung in ihren Augen

Mazin Qumsiyeh مازن قمصية.

Translated by  Milena Rampoldi ميلينا رامبولدي میلنا رامپلدی Милена Рампольди

 

Unser Zeitalter bleibt ein besonderes Zeitalter und wird von Tag zu Tag „interessanter“. Ein Beispiel? Es ist in der Tat wie eine Faust ins Auge, dass die Zionisten durch ihren Vassallenpräsidenten Donald Trump entschieden haben, dass die Verlegung der US-Botschaft ins besetzte Jerusalem gerade am 15. Mai stattfinden soll.

 
 
Dies ist sehr bedeutend, denn der 15. Mai ist der Gedächtnistag der Nakba. An jenem Tag wurde, gegen den Willen des Großteils der Bevölkerung, mit Hilfe der Sprache der Waffen, ein jüdischer Apartheidstaat errichtet. Vor und nach jenem Datum fand die größte ethnische Säuberung der zweiten Nachkriegszeit statt. Der Großteil der einheimischen Palästinenser (verschiedener Religionen) wurden vertrieben. 530 Städte und Dörfer wurden entvölkert. Heute haben wir 7,5 Millionen Flüchtlinge oder Vertriebene. 6,3 Millionen leben unter direkter israelischer rassistischer Herrschaft. Die Regierenden besitzen keinerlei Souveränität über das Land. Eliten weißer europäischer Ashkenazymigranten regieren den Apartheidstaat. Die 1,6 Millionen Palästinenser, die bis 1966 gemäß dem Militärgesetz gelebt hatten und dann bestimmte „Staatsbürgerrechte“ erhielten, sind bis heute Opfer weiterer ethnischer Säuberungsaktionen, Hausabrissen, der Expansion der kolonialen Siedlungen wie die Bewohner von Gaza und des Westjordanlandes. Es gibt ein akribisches und lasterhaftes Programm eines langsamen Völkermordes in Gaza. In Jerusalem (Westjordanland) gibt es immer mehr Druck zwecks Judaisierung der Stadt durch Programme von Verweigerungen des Wohnsitzes und zuletzt der Eskalation gegen Christen und Muslime. Kirchen und Moscheen werden enteignet, nachdem man diese durch die übermäßige Besteuerung in den Ruin getrieben hat, um sich ihr Eigentum unter den Nagel zu reißen.
 
Diese Woche haben die christlichen Kirchen, inklusive der Grabkirche, ihre Tore aus Protest geschlossen. Meines Wissens ist dies in zwei Jahrtausenden (!) noch nie vorgekommen. Die Weltpolitiker schweigen und die palästinensische Behörde (die Vertreter der Palästinenser) bitten in einem schwachen Ton die Weltgemeinschaft um die Umsetzung des Völkerrechtes und den Schutz des palästinensischen Volkes. Alle machen sie weiter wie bisher, mit ihrer vollkommen gescheiterten Politik, ohne jeglichen Fehler zuzugeben. Wie jeder vernünftige Geschichtskenner weiß, darf man nie den Unterdrücker um die Gewährung der eigenen Rechte anflehen. Die Unterdrücker müssen hingegen dazu gezwungen werden, ihre Macht aufzugeben. Der Widerstand muss in JEGLICHER Form aufgebaut und vom Völkerrecht sanktioniert werden (vgl. hierzu die 4. Genfer Konvention). Mahmoud Abbas, dessen Amtszeit schon seit Jahren abgelaufen ist und dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert hat (es würde mich wahnsinnig freuen, wenn er sich mal zurückziehen würde!), hielt eine Rede vor dem UN-Sicherheitsrat, in der er zugab, dass seine Behörde im Prinzip für die israelischen Besatzer arbeitet.
 
Das erste und größte Hindernis für die Befreiung, die Rückkehr der Flüchtlinge und die Selbstbestimmung in Palästina ist die Quisling-Regierung von Ramallah. Es ist schon lange an der Zeit, die Farce von Oslo zu beenden und eine wahre „Palästinensische Befreiungsorganisation“ zu erschaffen. Um es klar auszudrücken:
PALÄSTINA ist ganz Palästina und nicht „umstrittene“ (um es in der Sprache der Israelis auszudrücken) 22% davon (Westjordanland und Gaza), wofür man unendlich „verhandelt“. BEFREIUNG bedeutet Freiheit, ohne die Apartheid oder die rassistischen Begriffe eines „Jüdischen Staates“ zu akzeptieren (und dies schließt das Recht der einheimischen Palästinenser ein, in ihre Häuser und Ländereien zurückzukehren).
ORGANISATION bedeutet, dass sich Menschen organisieren, um die wundervolle Energie der 12,5 Millionen Palästinenser in aller Welt zu bündeln. Dies erfordert partizipative Demokratie und nicht eine Klicke gekaufter Eliten (für alle Regierenden sollte eine maximale Amtszeit von 6-8 Jahren gelten).



Intifada 1989, von G. Parzyszek, Polen





Courtesy of Tlaxcala
Source: https://promosaik.blogspot.com.com/2018/02/we-see-hope-in-their-eyes.html
Publication date of original article: 25/02/2018
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=22820

 

Tags: USA-Botschaft JerusalemNakbaZionistische BesatzungPalästinensischer WiderstandPalästina/Israel
 

 
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