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 25/03/2017 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
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 EDITORIALS & OP-EDS 
EDITORIALS & OP-EDS / Kriegsherr Trump: Washington rüstet für neue Waffengänge
Date of publication at Tlaxcala: 22/02/2017
Translations available: فارسی 

Kriegsherr Trump: Washington rüstet für neue Waffengänge

Jörg Kronauer یورگ کروناوِر

 

Mindestens 30 Tote, darunter mindestens 15 Zivilisten, sieben von ihnen Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren: Das ist die Bilanz der ersten Kommandoaktion, die die neue US-Administration am Wochenende im Jemen durchführen ließ, angeblich, um an Computer von Al-Qaida zu gelangen.

Unter den Opfern befand sich eine Achtjährige, die einen Halsschuss erlitt und langsam verblutete. Der Überfall hatte mit dem Beschuss mehrerer Häuser, darunter eine Schule, eine Krankensta­tion und eine Moschee, durch eine Drohne begonnen. Drohnenangriffe bringen regelmäßig zahlreiche Zivilisten zu Tode; dass Barack Obama die Zahl der Attacken mit unbemannten Flugzeugen von 57, die sein Vorgänger George W. Bush autorisiert hatte, auf 563 steigerte, gehört zu den übelsten Kapiteln seiner gern verharmlosten Amtszeit. Unabhängige Experten schätzen die Zahl der dabei getöteten Zivilisten auf bis zu 800. Und Donald Trump? Er werde Obamas Praxis unverändert weiterführen, stellte eine Regierungssprecherin nach dem Mordangriff im Jemen klar.

„Warum habt Ihr meine Familie getötet?“: Wandmalerei in Sanaa, Jemen

Die US-Kriege gehen also unter Trump weiter wie gehabt, und es gibt allen Anlass zu vermuten, dass sie sogar zunehmen werden. Jedenfalls ist es wohl kein Betriebsunfall, dass der neue Präsident eine deutliche Erhöhung des Militärhaushalts angekündigt hat. Doch halt: Hat Trump nicht auch angekündigt, sich mit Russland über den Krieg gegen den IS und Al-Qaida in Syrien abzustimmen, um die Dschihadisten endlich zu besiegen? Das hat er. Und er hat prompt veranlasst, die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), ein Bündnis der kurdischen YPG mit Anti-Assad-Rebellen, mit gepanzerten Fahrzeugen auszurüsten. Wer sonst noch alles Panzer bekommt und wozu sie nach dem erhofften Sieg über den IS genutzt werden, wird man sehen.

Und dann wäre da noch die Sache mit China. Die Ankündigung des designierten Außenministers Rex Tillerson, die Volksrepublik von der Nutzung von Inseln im Südchinesischen Meer abzuhalten, die nach Auffassung Beijings zu dessen Territorium gehören, kommt einer offenen Kriegsandrohung gleich. Verteidigungsminister James Mattis ist am Mittwoch nach Japan und Südkorea aufgebrochen, um dort über die Aufstellung eines US-Raketenabwehrsystems zu diskutieren. Trump-Intimus Stephen Bannon, ein Strippenzieher der extremen Rechten, der inzwischen zu einer zentralen Figur im Nationalen Sicherheitsrat aufgestiegen ist, hat vor geraumer Zeit seine Überzeugung kundgetan, es werde einen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und China geben – und zwar innerhalb der nächsten zehn Jahre. Bereits wenige Tage nach Trumps Wahlsieg pfiffen die Spatzen in der Washingtoner Thinktank-Szene von den Dächern, dass es nötig sei, in einer bewaffneten Auseinandersetzung mit China Russland nicht zum Feind, sondern an der eigenen Seite zu haben. Vielleicht ist Trumps Strategie ja konsequenter, als sie scheint.

 





Courtesy of junge Welt
Source: www.jungewelt.de/m/artikel/304646.kriegsherr-trump.html
Publication date of original article: 02/02/2017
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=19958

 

Tags: USATrumpJemenImperialistische KriegeDrohnenangriffe
 

 
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