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 24/11/2017 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 LAND OF PALESTINE 
LAND OF PALESTINE / Israel ist gezwungen, sich für die YouTube-Parodie über die Gaza-Flottille zu entschuldigen
Date of publication at Tlaxcala: 10/06/2010
Original: Israel forced to apologise for YouTube spoof of Gaza flotilla
Translations available: Español 

Israelisches Regierungspressebüro verteilte Link zu einem Video, auf dem „Araber“ und „Aktivisten“ singen
Israel ist gezwungen, sich für die YouTube-Parodie über die Gaza-Flottille zu entschuldigen

Rachel Shabi

Translated by  Ellen Rohlfs اِلِن رُلفس
Edited by  Fausto Giudice Фаусто Джудиче فاوستو جيوديشي

 

Die israelische Regierung ist gezwungen worden, sich für das Zirkulieren eines Parodievideos zu entschuldigen, das sich über die Aktivisten der Gaza-Flottille mokiert. Neun von ihnen waren vom israelischen Militär vergangene Woche getötet worden.

 
Der YouTube-Clip ließ nach der Melodie der 1985er Schallplatte: „Wir sind die Welt" Israelis, als Araber und Aktivisten gekleidet, Waffen schwingen und singen: „Wir steuern die Welt, wir lenken die Leute, wir machen sie alle glauben, die IDF ist Jack der Frauenmörder.“
 
Und es geht weiter: „Da ist keiner gestorben, es ist also das Beste, was wir tun können, dass wir den größten Bluff schaffen.“
 
Das israelische Regierungspressebüro verteilte am Wochenende den Videolink an ausländische Journalisten, aber innerhalb Stunden mailten sie eine Entschuldigung, die sagte, hier sei ein Irrtum geschehen. Der Direktor des Pressebüros Danny Seaman sagte, das Video gebe nicht die offizielle Staatsmeinung wieder, aber persönlich dachte er, es sei „phantastisch“.
 
Der Regierungssprecher Mark Regev sagte, das Video reflektiere, wie Israelis über den Vorfall dächten. „Ich rief meine Kinder, um sich dieses Video anzusehen, weil ich glaubte, es sei lustig. So empfanden die Israelis. Aber die Regierung hat nichts damit zu tun.“
 
Der Ausschnitt zeigt eine Gruppe, die von der stellvertretenden Herausgeberin Caroline Glick (Jerusalem Post) angeführt wurde. Sie trugen Keffiyes und nannten sich  den Flotilla–Chor. Der Film war unterbrochen von Film-Ausschnitten aus dem jüngsten israelischen Überfall auf das Schiff Mavi Marmara.
 
Der Ausschnitt ist in Israel gelobt worden. Das Massenblatt Yediot Aharanot sagte, die Sänger würden Israel besser als die Experten verteidigen.
 
Aber Didi Remez, ein Israeli, der den Analysenblog der links-liberalen Nachrichten Coteret herausgibt, sagte, der Clip wäre „abstoßend“ und gibt nur wieder, wie die israelische Meinung überhaupt nicht auf dem Laufenden sei, wie der Rest der Welt denke. Er zeige, dass Israelis keinerlei Ahnung davon haben, wie der Vorfall im Ausland eingeschätzt wird. Der israelische Journalist Meron Rapoport sagte, der Clip demonstriere Vorurteile gegenüber Muslims. „Er ist grob gemacht, anspruchslos und anti-muslimisch – und kindisch …“
 
Eine ähnliche Mail wurde den Journalisten aus dem Pressebüro vor zwei Wochen zugesandt, wo ihnen ein Feinschmeckerrestaurant und ein Swimmingpool mit olympischen Maßen im Gazastreifen empfohlen wurde, um Israels Behauptung, es gäbe dort keine humanitäre Krise, zu unterstreichen. Den Journalisten, die sich beklagten, die Email sei geschmacklos, wurde gesagt, sie hätten „keinen Sinn für Humor“.
 
Vergangene Woche musste die IDF einen Rückzieher über ein Hör-Clip veröffentlichen. Auf ihm wurde behauptet, es wäre ein Gespräch zwischen israelischen Marineoffizieren und Leuten auf dem Schiff Marmara. In ihm hätte ein Aktivist zu  einem Soldaten gesagt, „er solle nach Auschwitz zurückgehen“. Der Clip wurde von der israelischen und internationalen Presse verbreitet. Heute aber veröffentlichte die Armee eine „Klarstellung/Korrektur“ und erklärte, sie habe den Film herausgegeben, aber  es sei nicht klar, wer den Kommentar gesprochen habe.
 
Die israelische Armee hat vergangene Woche noch eine Behauptung zurückgezogen, Soldaten wären von Al-Qaida-„Söldnern“ an Bord der Gaza-Flottille angegriffen worden. Ein Artikel, der auf der Website der IDF-Sprecher mit der Schlagzeile erschien: „IDF wurde von Al-Qaida-Söldnern angegriffen“ wurde später verändert: "IDF wurde von Leuten ohne Identitätspapiere angegriffen“, mit der Information, dass Al-Qaida aus dem Hauptartikel entfernt wurde. Der Armeesprecher sagte zum Guardian, es habe keinen Beweis gegeben, der eine Verbindung zu einer Terrororganisation nachweist.
 
Während die Debatte über Berichte vom Angriff auf die Flottille weitergeht, sieht sich Israel immer mehr einem Boykott gegenüber. In der vergangenen Woche haben drei internationale Gruppen, einschließlich der US-Rockband The Pixies ihre Konzerte in Tel Aviv gestrichen.
 
Die Autoren Alice Walker und Iain Banks unterstützen die Boykott-Kampagne. Banks verkündet, seine Bücher würden nicht ins Hebräische übersetzt werden. Die Hafenarbeitergewerkschaften in Schweden und Südafrika haben sich geweigert, sich mit israelischen Schiffen zu befassen, während die britische Gewerkschaft Unite gerade eine Motion verabschiedet hat, die zum Boykott israelischer Unternehmen aufruft.
 
Das infame Video

 

Download:
FLVMP43GP

 





Courtesy of The Guardian
Source: http://www.guardian.co.uk/world/2010/jun/06/israel-youtube-gaza-flotilla
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=161

 

Tags: PalästinaIsraelGaza-FlotilleIsraelis fälschen VideoIDF entschuldigt sich
 

 
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