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 22/05/2017 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 EUROPE 
EUROPE / 26. April 1937 : Die Tragödie von Guernica
Date of publication at Tlaxcala: 26/04/2017
Original: 26 April 1937 : The tragedy of Guernica
80th Anniversary

Translations available: Español  Svenska  Français  Català  Português  Italiano  فارسی 

26. April 1937 : Die Tragödie von Guernica

George Steer جورج ستير
Fausto Giudice Фаусто Джудиче فاوستو جيوديشي


Translated by  Eva-Luise Hirschmugl

 

Präsentiert von Fausto Giudice

Es war Montag, ein Markttag. Die Strassen von Guernica, einer kleinen Stadt mit 7000 Einwohnern, waren voller Menschen. Um 16:30 Uhr begannen die Glocken der Kirche zu läuten und fünf Minuten später erschien das erste Flugzeug am Himmel und warf sechs scharfe 450 Kilo Bomben, gefolgt von einem Granatenregen, ab. Einige Minuten später erschien ein zweites Flugzeug.

Diese Hölle dauerte drei Stunden. Im Ganzen haben 42 Flugzeuge die Stadt, ihre Einwohner und die Umgebung, in die sie sich geflüchtet hatten, bombardiert und beschossen. Die ganze Stadt brannte nieder. Der Brand dauerte lange. Bilanz: 70% der Gebäude waren niedergebrannt und die Anzahl der Toten wird zwischen 800 und 1600 geschätzt. 70 Jahre später sind sich die Historiker immer noch nicht einig geworden über die Anzahl der Opfer dieses schwarzen Montags, der Guernica zur Märtyrer-und Symbolstadt machte, die für immer in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt ist. Die Flugzeuge gehörten zur deutschen Kondor Legion und zur italienischen Luftfahrtslegion. Der Name der Operation: Rügen. Zwewi Männer trugen massgeblich dazu bei, dass Guernica zu diesem Symbol wurde: George Steer und Pablo Picasso.

Der erste war ein junger Journalist von 27 Jahren, geboren in Südafrika, Kriegsberichterstatter der Londoner Tageszeitung The Times und erklärter Anhänger der republikanischen und baskischen Sache. Spanien war nicht sein erster Kriegsschauplatz. 1935 war er Sonderberichterstatter in Äthiopien, dem damaligen Abessinien, das damals von Italien unter Mussolini angegriffen wurde, dem Diktator, dessen Augen grösser als der Magen waren und der dort seinen Traum vom Imperium unter Verübung von Kriegsverbrechen verwirklichte. Bereits in Äthiopien erlebte man wie eine entwaffnete Zivilbevölkerung unter Bombardements zu leiden hatte. Bereits in Äthiopien hatte der demokratische Westen ein Volk verraten, das unter den Angriffen des Faschismus zu leiden hatte.

George Starr kam ein paar Stunden nach der Bombardierung in Guernica an und telegrafierte noch in derselben Nacht seinen Bericht aus der Märtyrerstadt, der am nächsten Morgen in The Times, The New York Times erschien, bevor er von zahlreichen Zeitungen in anderen Ländern übernommen wurde. Dieser Artikel alarmierte die Welt und löste Demonstrationen und Protestmärsche in London und New York aus und lancierte eine Contra-Offensive in den Medien der Anhänger Frankos und ihrer Alliierten, Nazideutschland und des faschistischen Italien. In diesen beiden Ländern liessen sich die Medien über die „bolschewikischen Horden“ aus, die, wenn man ihnen Glauben schenkt, selbst in Guernica Feuer gelegt haben bevor sie die Stadt verliessen. Ihre Lügen wurden schnell widerlegt. Der Bericht, der in die Geschichte einging, war der von George Steer, nach dem in Guernica eine Strasse benannt wurde, in der auch eine Büste an ihn erinnert, die im April 2006 eingeweiht wurde.

Der zweite war ein 56-jähriger berühmter Maler, der in Frankreich lebte. Er unterstützt die republikanische Sache angesichts der Rebellion Frankos. Derjenige, den der franzôsische Geheimdienst – die politische Polizei Frankreichs – als einen „Anarchisten, der vom nationalen Standpunkt aus verdächtig ist“ und als „einen angeblich modernen Maler“ – weshalb ihm im April 1940 die französische Staatsbürgerschaft verweigert wurde – macht sich sofort an die Arbeit. Das Ergebnis ist ein monumentales Gemälde von 8 Metern Länge und 3,5 Metern Höhe – in schwarz und weiss gehalten – das im spanischen Pavillon der Universalausstellung präsentiert wurde. Wie es Picasso ausdrückte: „Die Malerei ist nicht dazu da, die Wohnungen zu zieren. Sie ist ein offensives und defensives Kriegswerkzeug gegen den Feind“.

Guernica ist eine Lektion, die wir erst noch lernen müssen. Die Urheber dieses Kriegsverbrechens, allen voraus der Chef der Legion Condor, Lieutenant-Kolonel Wolfran von Richthofen, wurden im Nazideutschland wie Helden gefeiert; und diejenigen von ihnen, die heute noch leben, verbringen einen friedlichen Ruhestand und geben unglaublich entspannt Interviews. Der Bombenangriff auf die heilige Stadt der Basken war ein Experiment am lebenden Modell, das dazu diente, die Fähigkeiten der deutschen Luftwaffe zu testen, in Bezug auf die effiziente Zerstörung einer Stadt. Hermann Görung drückte dies folgendermassen bei den Nürnberger Prozessen aus: „Der spanische Bürgerkrieg gab mir die Gelegenheit, meine junge Luftwaffe zu testen und war die Möglichkeit für meine Männer, um Erfahrung zu sammeln“.

Dieses Kriegsverbrechen war weder das erste noch das letzte des 20. Jahrhunderts. Die ersten Bombenangriffe auf Zivilbevölkerungen mit chemischen Waffen wurden von Winston Churchill für den Irak im Jahre 1915 befohlen. Nach Guernica wird es andere Märtyrerstädte geben, wie Coventry, Hamburg, Dresden, Hiroschima, Nagasaki. Nach Spanien, ganz Europa. Nach Europa, Asien, von Palästina bis Korea, von Vietnam bis Kambodscha.

Die Guernicas von heute heissen Gaza, Tal Afar, Falludscha, Samara, Nadschaf, aber auch Grosny oder Kandahar. Die Flugzeuge, die ihre mörderischen Bomben abwerfen, tragen nicht mehr das eiserne Kreuz, sondern die Farben von „demokratischen“ Ländern. Die „Roten Feinde Gottes“, die Franko, Hitler und Mussolini zu bekämpfen vorgaben um das christliche Abendland zu retten, wurden von den „Islamisten“ und der „Achse des Bösen“ abgelöst, die, so Bush – unser Hitler der Gegenwart – sich von Havanna bis Pjöng Jang erstreckt, über Caracas, Beirut, Damaskus, Khartum und Teheran. Und die „internationale Gemeinschaft“, so wie sie gelähmt war angesichts des Martyriums Äthiopiens und dann des Martyriums von Spanien, ist heute schlimmer noch als nur gelähmt angesichts des Martyriums Palästinas, des Irak, Afghanistans, ja sie ist Komplizin gewisser Guernicas, die sich vor unseren müden Augen Tag für Tag wiederholen.

Lesen Sie den Bericht von George Steer. Er sagt mit wenigen Worten das Wesentlichste.



Anläßlich des 70. Jahrestages des Bombenagriffs auf Guenica hat Tlaxcala Künstler darum gebeten, ihre Vorstellungen dieser Tragödie aus heutiger Sicht  darzustellen. Hier sind ihre Arbeiten.

                                      

       Yahya Tadayon, Iran, 2007                                               Marcin Bondarovicz, Polen, 2007

  

Amer Shomali und Basel Nasr, Ramallah, Palästina, 2007




GUERRIKA, von Juan Kalvellido, Tlaxcala

 

                        




Wieviele andere Bombardierungen? Wieviele andere Guernicas?




Wer werden die nâchsten Opfer des Faschismus und des Imperialismus sein?

Ben Heine, Tlaxcala, 2007





Genial! Das ist der "Neue Guernica”. Dieses Werk wird Dich unsterblich machen!
Mach keine Witze
Rodrigo Rosa,
ViaPolitica



Die Tragödie von Guernica

Eine Stadt zerstört durch einen Luftangriff
 Ein Augenzeuge berichtet
Von unserem Sonderberichterstatter, Bilbao, den 27. April 1937


Guernica, die älteste Stadt der Basken und das Zentrum ihrer kulturellen Tradition, wurde gestern Nachmittag völlig zerstört durch Luftangriffe der Aufrührer Die Bombardierung dieser offenen Stadt, die weitab der Fronten liegt, dauerte genau drei ein viertel Stunden, im Laufe derer eine mächtige Flotte bestehend aus drei deutschen Flugzeugtypen, Junker und Heinkel Bomber und Heinkel Jäger, einen Regen aus 1000 Pfund schweren Bomben auf die Stadt herabregnen liess, sowie, unseren Berechnungen zufolge, dreitausend Brandprojektile von jeweils zwei Pfund. Währenddessen führten die Jagdflugzeuge Sturzflüge auf die Stadt und ihre Umgebung durch, um die Zivilbevölkerung zu vernichten, die sich auf die Felder geflüchtet hatte.

Ganz Gernica stand rasch in Flammen, ausgenommen der historischen Casa de Juntas, die reichhaltige Archive des Baskenvolkes enthält und in der sich das ehemalige baskische Parlament versammelte. Die berühmte Eiche von Guernica, von der alten vertrockneten 600 Jahre alten Wurzel bis hin zu den neuen Trieben, blieb ebenfalls verschont. An diesem Ort schworen die spanischen Könige den Eid, die demokratischen Rechte (foros) der Biskaja zu verteidigen und erhielten im Gegenzug den Treueschwur als Lehnsherr mit dem demokratischen Titel Señor und nicht etwa König der Biskaja. Die herrliche Kirche Santa Maria wurde ebenfalls verschont, ausgenommen ihres schönen Kapitels, das von einer Brandbombe getroffen wurde.

Als ich heute Morgen um zwei Uhr die Stadt besichtigte, bot sich mir ein furchtbarer Anblick. Guernica brannte von einem Ende zum anderen. Der Brand spiegelte sich in den Rauchwolken wieder über den Bergen im Umkreis von 16 Kilometern. Die ganze Nacht hindurch stürzten Häuser ein, so dass die Strassen von rotglühenden und unüberwindbaren Schutthaufen überschüttet waren. Viele überlebende Zivilisten hatten sich auf den langen Weg von Guernica nach Bilbao gemacht, in alten von baskischen Rindern gezogenen Wagen mit stabilen Rädern. Diese Wägen, auf denen sich all das stapelte, was nach den Bombardierungen gerettet werden konnte, verstopften die ganz Nacht die Strassen.

Andere Überlebende wurden von Transportwägen der Regierung evakuiert, doch viele waren gezwungen in der Umgebung der brennenden Stadt zu bleiben, ausgestreckt auf Matratzen oder auf der Suche nach vermissten Verwandten und Kindern, während die Feuerwehr und die baskische motorisierte Polizei, unter der persönlichen Leitung des Innenministers, Señor Monzon, und seiner Frau, bis zum Morgengrauen die Rettungsaktionen weiterführten.

Die Glocke der Kirche schlägt Alarm

Der Luftangriff auf Guernica ist etwas noch nie da gewesenes in der militärischen Geschichte, sowohl durch die Art und Weise seiner Durchführung, als auch durch die Ausmasse der Zerstörung, ohne das gewählte Ziel zu erwähnen. Guernica war kein militärisches Ziel. Eine ausserhalb der Stadt gelegene Fabrik für Kriegsmaterial wurde nicht beschossen. Dies trifft auch auf zwei Kasernen zu, die sich etwas weiter entfernt von Guernica befanden. Sie lagen weit hinter der Kriegsfront. Die Stadt ist weit von den Kampflinien entfernt. Ziel des Bombenangriffs war es anscheinend de Zivilbevölkerung zu demoralisieren und die Wiege des Basenkvolkes zu zerstören. Alle Elemente sprechen für diese Interpretation, angefangen von dem für diese Niederlage ausgewählten Tag.

Der Montag war der traditionelle Markttag in Guernica für die ganze Region. Um 16:30 Uhr, als der Markt stark belebt war und immer noch Bauern dort ankamen, schlug die Kirchenglocke Alarm: Flugzeuge befanden sich im Anflug. Die Bevölkerung flüchtete sich in Keller und Schutzgräben, die nach dem Bombenangriff auf die Zivilbevölkerung von Durango am 31. März gegraben worden waren, der die Offensive von General Mola im Norden auslöste. Es heisst, die Menschen hätten grossen Mut bewiesen. Ein katholischer Priester nahm die Sache in die Hand und alles lief geregelt ab.

Fünf Minuten später erschien ein einzelner deutscher Bomber und kreiste tief über der Stadt und war schliesslich sechs schwere Bomben ab und zielte offensichtlich auf den Bahnhof. Die Bomben, gefolgt von einem Granatenregen, fielen auf ein altes Institut und auf die umliegenden Häuser und Strassen. Dann entfernte sich das Flugzeug wieder. Fünf Minuten später erschien ein zweiter Bomber, der dieselbe Anzahl von Bomben auf das Stadtzentrum abwarf. Etwa eine Viertelstunde später folgten drei Junker, um das Werk der Zerstörung weiterzuführen und von diesem Zeitpunkt an wurden die Bombardements intensiver und pausenlos – sie hörten erst abends gegen 19:45 Uhr auf. Diese ganze Stadt, mit ihren 7000 Einwohnern und 3000 Flüchtlingen, wurde langsam aber sicher in Schutt und Asche gelegt. Ein Element des Vorgehens der Angreifer war es, in einem Umkreis von 8 km isolierte Bauernhöfe zu bombardieren. In der Nacht brannten sie wie Kerzen auf den Hügeln. Alle umliegenden Dörfer wurden mit derselben Intensität wie die Stadt selbst bombardiert und in Mugica, einer kleinen Ansiedlung vor Guernica, wurde die Bevölkerung fünfzehn Minuten lang unter Beschuss genommen.

Todesrhythmus

Es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt unmöglich die Anzahl der Opfer zu bestimmen. In der Presse von Bilbao kann man heute Morgen lesen, dass die Anzahl der Opfer „glücklicherweise nicht hoch“ sei, doch es steht zu befürchten, dass dies nur ein Litotes ist, um nicht die grosse Anzahl von Flüchtlingen in Bilbao zu beunruhigen. Im Krankenhaus Josefinas, eines der ersten bombardierten Gebäude, wurden alle dort liegenden 42 Milizsoldaten schlicht und einfach getötet. Als ich eine Strasse entlangging, die von der Casa de Juntas einen Hügel hinunterführt, sah ich einen Ort, an dem, so sagte man mir, 50 Personen, fast alles Frauen und Kinder, in einem Bunker gegen Luftangriffe unter einem Haufen Schutt und in den Flammen, begraben wurden. Viele Menschen wurden auf den Feldern getötet und die Anzahl der Toten könnte mehrere Hundert betragen. Ein älterer Priester namens Aronategui wurde von einer Bombe getötet, als er Kindern in einem brennenden haus zur Hilfe kam.

Die Taktik der Bomber, die für Studenten der modernen Militärwissenschaft interessant sein könnte, war die folgende: erstens, kleine Gruppen von Flugzeugen werfen schwere Bomben und Handgranaten auf die ganze Stadt ab und fliegen auf geordnete Weise Zone um Zone ab. Dann kommen die Jäger zum Zug und schiessen im Tiefflug mit Maschinengewehren auf die Menschen, die in Panik aus den Schutzgräben fliehen, von denen einige von 1000 Kilo Bomben getroffen worden waren, die Löcher in die Erde schlagen von 25 Fuss (7,62 m) Tiefe. Viele dieser Menschen wurden beim Weglaufen getötet. Eine grosse Schafherde, die auf den Markt geführt worden war, wurde ebenfalls getötet. Ziel dieses Manövers war es scheinbar, die Bevölkerung wieder unter die Erde zu treiben, denn kurz darauf erschienen wieder nicht weniger als 12 Bomber gleichzeitig, um schwere Brandbomben auf die Ruinen abzuwerfen. Der Rhythmus dieses Bombenangriffes auf eine offene Stadt war, folglich, logisch: zuerst Handgranaten und schwere Bomben, um Panik auszulösen, dann Maschinengewehrfeuer, um die Bevölkerung in Schutzbunker unter der Erde zurückzuzwingen und schliesslich schwere Brandbomben, um die Häuser zu zerstören und sie über den Köpfen der Opfer abzufackeln.

Die einzigen Gegenmassnahmen, die die Basken ergreifen konnten, denn sie besassen ja nicht genügend Flugzeuge, um der aufrührerischen Flotte zu trotzen, waren jene des heldenhaften baskischen Klerus. Seine Anhänger segneten und beteten für die knieende Menge – Sozialisten, Anarchisten, Kommunisten genau wie erklärte Gläubige, in den einstürzenden Schutzgräben.

Als ich nach Mitternacht in Guernica eintraf stürzten die Häuser an allen Ecken und Enden zusammen und es war, sogar für die Feuerwehrleute, völlig unmöglich ins Stadtzentrum vorzudringen. Das Krankenhaus Josefinas und das Konvent Santa Clara waren nur noch rauchende rotglühende Haufen und die wenigen noch stehenden Häuser würden es auch nicht mehr lange machen. Als ich heute Nachmittag erneut durch Guernica ging, brannte der Grossteil der Stadt immer noch und weitere Brände waren ausgebrochen. Etwa dreissig Tote lagen im zerstörten Krankenhaus.

Ein Aufruf an die Basken

Die Auswirkungen des Bombenangriffs auf Guernica, die heilige Stadt der Basken, sind tiefgreifend und veranlassten den Präsidenten Aguirre heute Morgen folgende Mitteilung an die baskische Presse zu richten: „Die deutsche Luftwaffe, in Zusammenarbeit mit den spanischen Rebellen, hat Guernica bombardiert und die historische, von den Basken verehrte, Stadt niedergebrannt. Sie wollten uns an unserem sensibelsten patriotischen Punkt treffen und haben so gezeigt, was Euzkadi (Bezeichnung des Baskenlands auf baskisch – A. d. Ü.) von Seiten derer zu erwarten hat, die nicht davor zurückschrecken, uns in unserem Heiligtum selbst zu zerstören, das uns an Jahrhunderte unserer Freiheit und unserer Demokratie erinnert.

Angesichts dieses Attentats, müssen wir Basken heftigst reagieren und von Herzen schwören, die Prinzipien unseres Volkes mit aller Sturheit und allem nötigen Heroismus zu verteidigen. Wir können die Schwere dieses Moments nicht verbergen doch der Eindrinling kann niemals den Sieg davon tragen, wenn wir uns, mit geistiger Stärke und Entschlossenheit, zusammenschliessen für seine Niederlage.

Der Feind ist an vielen Orten vorgerückt, um schliesslich doch zurückgedrängt zu werden. Ich behaupte ohne zu zögern, dass dies auch hier geschehen wird. Möge das heutige Attentat uns dazu anregen, dies mit aller Eile herbeizuführen.“

A 3D Exploration of Picasso's Guernica by Lena Gieseke





Courtesy of Tlaxcala
Source: http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article709301.ece
Publication date of original article: 26/04/2006
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=1052

 

Tags: EuskadiSpanienDeutschlandSpanischer Bürgerkrieg
 

 
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